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Harzer-Hexen-Stieg

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Harzer-Hexen-Stieg

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Alternativstrecke: Südliche Brockenumgehung

Torfhaus - Märchenweg - Oderteich - Rehberger Grabenhaus - St. Andreasberg - Rinderstall - Silberteich - Braunlage - Bremke - Elend - Mandelholz - Rastplatz "Steinbachtal"
Etappenlänge: 32,3 km

Wen herausragende bergbauliche Anlagen interessieren, wen blühende Bergwiesen begeistern, wen unberührte Bachtäler des Nationalparks Harz interessieren, wer mehr von der Kalten Bode mit ihren ehemaligen Eisenverhüttungsstätten erleben möchte, der sollte diese Route wählen.

Die Wegstrecke vom Torfhaus bis zum Rastplatz Steinbachtal ist mit gut 32 km länger als der Abschnitt über den Brocken (20 km). Die Höhenunterschiede, die zu erklimmen sind, sind bedeutend geringer. Unterwegs gibt es viele Möglichkeiten einzukehren, so daß auf Rucksackverpflegung verzichtet werden kann.


Der Wegeabschnitt beginnt am Torfhaus und verläuft über den Märchenweg zum Oderteich. Der Wanderer, der sich wieder im Nationalpark Harz befindet, durchquert lichten Hochwald teils mit moorigen Inseln durchsetzt. Auf einem neu angelegten Bohlensteig passiert er den Oderteich am östlichen Ufer.


Oderteich

Der Oderteich war 170 Jahre lang die Talsperre in Deutschland mit dem höchsten Staudamm (1722 bis 1891). Aus riesigen Granitblöcken und mit einer Dichtung aus Quarzsand entstand eine urige Staumauer, die zu damaliger Zeit eine einmalige Meisterleistung war und noch heute eine herausragende Sehenswürdigkeit der Oberharzer Wasserwirtschaft darstellt. Der Harzer-Hexen-Stieg führt über den Teichdamm. Eine Besichtigung des Dammes von der Luftseite her lohnt sich.

Rehberger Graben

Auch der Rehberger Graben, welchem der Wanderer jetzt folgt, wurde aus Granit gebaut oder direkt in den Stein gehauen. Davon zeugt ein am Wegesrand erkennbarer Granitsteinbruch. Man erreicht den Goetheplatz mit einer Sitzgruppe. An dieser Stelle soll Goethe den Hornfels über dem Granit als umkristaliertes Gestein erkannt haben. Das Rehberger Grabenhaus, früher Wohn- und Arbeitsplatz des Grabensteigers, lädt heute zum Einkehren ein. Etwa 500 m weiter verschwindet das Wasser des Rehberger Grabens in einem unterirdischen Stollen, dem Geseher Wasserlauf.

St. Andreasberg / Odertal

Der Harzer-Hexen-Stieg folgt dem Harzklubwanderweg 16 E auf die Jordanshöhe. Hier ist man mitten in dem Gebiet des Wiesenschutzprogramms, wo alte Weideflächen mit ihrer besonderen Blumenflora erhalten werden. Der Harzer-Hexen-Stieg wendet sich östlich dem Odertal zu.
Zuvor ist ein Besuch in St. Andreasberg zu empfehlen, z.B. um die Grube Samson zu besichtigen und so einen Eindruck vom historischen Silberbergbau zu gewinnen.

Der Harzklubweg 28 C leitet den Wanderer ins Odertal. Ein weitgehend unberührtes Harztal, das die ganze Schönheit und Ursprünglichkeit bewahrt hat. Es ist ein Schmuckstück des Nationalparks Harz. Nachdem man die Oder überquert hat, gelangt man zum Rinderstall, heute eine gepflegte Gaststätte - früher ein Ort, wo Rinder zur Waldweide zusammengeführt wurden.
Auf dem alten Andreasberger Stieg führt der Weg mit einem Höhenanstieg von 125 m aus dem Odertal hinauf auf die Höhe. Es ist der steilste Anstieg auf dieser Etappe. Oben angelangt kann man am Silberteich etwas verschnaufen.

Braunlage

Ein paar Schritte hin kreuzt der Wanderer den Kaiserweg und damit die Wasserscheide zwischen Oder und Warmer Bode. Schon bald erreicht man Braunlage. Hier lohnt ein Ausflug zum Wurmberg.
Der Hexenstieg folgt dem Rundweg um um Braunlage weiter bis zur Verlobungswiese und zum Glashüttenweg, der an die alte Braunlager Glashütte erinnert.

Grenzverlauf an der Bremke

Das Bremketal bildet heute die Grenze zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt und war bis 1990 Grenze zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland. Ein Gedenkstein erinnert an die Vergangenheit.

Der Harzer-Hexen-Stieg verschwindet als Pfad im Wald, verläuft aber in einiger Entfernung parallel zur Straße. Nach 4 km erreicht man Elend.
Urkundlich belegt ist, daß hier an der Kalten Bode zuerst eine Sägemühle klapperte und später ein Hochofen zur Eisenerzverhüttung stand. Wir werfen einen Blick auf die kleine malerische holzverkleideten Fachwerkkapelle und schwenken auf den Wanderweg, welcher ca. 3 km entlang der Kalten Bode führt.


Dann passiert der Wanderer über eine Stahlfußgängerbrücke den Fluß und erreicht Mandelholz - heute eine Gaststätte, früher wurde hier Eisenerz gefördert und verhüttet. Bei Mandelholz mündet die Wormke in die Kalte Bode. Der Wormke folgen wir flußaufwärts bis wir auf einen Querweg stoßen. Es ist die alte Elbingeröder Heerstraße. Hier biegen wir nach links und erreichen nach zwei Kilometern den Rastplatz am Steinbach und können hier in die vierte Etappe des Harzer-Hexen-Stieges einbiegen.


Übernachtung:

Am Etappenende: Königshütte
Weitere Übernachtungsmöglichkeiten: St. Andreasberg, Braunlage, Elend

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