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Harzer-Hexen-Stieg

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Auf dem Goetheweg zum Brockengipfel / Nationalpark

Torfhaus - Abbegraben / Großes Torfhausmoor - Quitschenberg - Eckersprung / ehemalige Grenze - Goetheweg / Goethemoor - Brocken - Brockenchaussee - Glashüttenweg - Trudenstein - Drei Annen Hohne - Steinbachtal - Königshütte
Etappenlänge: 23,5 km

Von Torfhaus bis Drei Annen Hohne führt der Hexenstieg durch den Nationalpark Harz. Im Nationalpark soll der Harz in seiner natürlichen Urprünglichkeit wiederentstehen. Die Brockenmoore am Wege geben einen ersten Eindruck davon.

Die Moore gehören zu den ursprünglichsten Naturlandschaften im Oberharz. Sie bilden den Lebensraum von vielen stark gefährdeten Tier- und Pflanzenarten. Im großen Torfhausmoor finden wir unter anderem die Zwergbirke und die Schlammsegge, die als Eiszeitrelikte gelten. Torfmoose bilden dichte Rasenteppiche, welche bei ausreichender Feuchtigkeit immer weiter in die Höhe wachsen, während die unteren Schichten absterben und Torfe bilden. Am Torfhaus erreichen diese Torflager eine seltene Stärke von 5 Metern.

Die Siedlung Torfhaus wurde bereits im Jahre 1713 gegründet, als man begann in den umliegenden Mooren Torf abzubauen. Von hier aus begann Johann Wolfgang von Goethe am 10. Dezember 1777 in Begleitung von Förster Degen seine erste Brockenbesteigung. Das unwegsame Gelände, die unberührte Natur und bizarre Formen am Wegesrand hinterließen bei ihm einen nachhaltigen Eindruck. Sein Brockenerlebnis verarbeitete Goethe im "Faust".

Der Harzer-Hexen-Stieg folgt dem Goetheweg entlang des Abbegrabens, einem 1540 m langen Teilstück des Oberharzer Wasserregals, am Quitschenberg vorbei, bis zum Eckersprung. Hier verlief die ehemalige Grenze zwischen DDR und Bundesrepublik Deutschland. Eine Schutzhütte lädt zum Verweilen ein. Über eine kurze Strecke folgen wir dem Grenzverlauf auf dem Kolonnenweg.

Etwas gespenstig wirken die abgestorbenen Fichten entlang des Weges. Das rauhe Klima und der Borkenkäfer haben diese Bäume stark geschädigt. Wer jedoch genau hinschaut, erkennt, daß bereits neues Leben entstanden ist. Der Hexenstieg führt nun gemeinsam mit dem Harzer Grenzweg entlang der Brockenbahn, die den Wanderer ab und an schnaufend und stampfend überholt. Der Gipfel des Brockens ist bereits in Sicht. Die Brockenbahn existiert seit 1898. Heute ist sie ein Teil der Harzer Schmalspurbahnen.

Eine weitere Attraktion am Wegesrand ist das Goethemoor. Auch hier wurde 1745-1776 Torfabbau betrieben. Heute unterliegen die ganz besonders trittempfindlichen Hochmoore einem absoluten Schutz.


Der Brocken bietet bei schönem Wetter einen wundervollen Rundblick auf den Harz und sein Vorland. Nutzen Sie den Rundwanderweg mit Teufelskanzel und Hexenaltar, und kehren Sie ein beim Brockenwirt. Mitten auf der Brockenkuppe finden wir das Wolkenhäuschen. Dieses wurde im Jahre 1736 als Schutzhütte von Graf zu Stolberg-Wernigerode erbaut. Es war das einzige Gebäude, das bei Goethes Brockenbesteigung auf dem Gipfel stand.
Im Brockenhaus erwartet Sie eine moderne und umfangreiche Ausstellung zur Geschichte und Natur des Brockens.

Brockenklima / Brockenflora

Das Klima des Brockens ist für die relativ geringe Höhe sehr rauh. Mit jährlich über 300 Nebeltagen und einer Jahresdurchschnittstemperatur von 2,6 °C ist es vergleichbar mit Klima Islands. Subalpine Heiden bestimmen das Landschaftsbild.
Es gibt eine spezielle Brockenflora - Pflanzen, die hier ihr Rückzugsgebiet haben. Das sind besonders die Brockenanemone, das Brockenhabichtskraut aber auch die Zwergbirke der Brockenmoore. Am Wege werden Sie die Pflanzen nicht entdecken, aber im Brockengarten auf dem Gipfel warten sie auf Ihren Besuch.

Brockenabstieg

Der Brockenchaussee folgend, verlässt der Wanderer den höchsten Berg des Harzes. Vorbei an Brockenbett und Brockenkindern taucht er erneut in die dichten Wälder des Mittelgebirges ein. Er folgt dem Glashüttenweg vorbei an den Schlungklippen bis Ahrensklint. Hier lohnt sich ein Abstecher auf die gleichnamigen Klippen mit Leitern und einem Ausblick auf Schierke und Wurmberg. Unweit befindet sich auch die Ruine Glashütte.
Eine weitere Klippe erreichen Sie am Trudenstein. Auch hier bietet sich eine herrliche Aussicht. An den Klippen ist die typische Wollsackverwitterung des Brockengranits gut erkennbar.

In Drei Annen Hohne gibt es einerseits Übernachtungsmöglichkeiten, aber auch einen Anschluss an die Harzer Schmalspurbahn, welche nach Wernigerode fährt.

Nach einem Besuch des Nationalparkhauses Drei Annen verlässt man den Nationalpark Harz. Der Weg führt am Steinbach entlang bergab bis zum Königshütter Wasserfall. Ab Rastplatz "Steinbachtal" folgt man dabei dem montangeschichtlichen Lehrpfad.

Möchte man den Brocken in Richtung Bad Harzburg verlassen, so folgt man dem "Teufelsstieg". Dieser Wanderweg ist eine Zuführung zum Harzer-Hexen-Stieg.

Übernachtung:

Am Etappenende: Drei Annen Hohne, Königshütte
Weitere Übernachtungsmöglichkeiten: Brockengipfel, Elend, Schierke, Wernigerode

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