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Oberharzer Wasserwirtschaft

Bärenbrucher Teich - Innerstesprung - Huttaler Widerwaage - Polsterberg - Sperberhaier Dammhaus - Eisenquelle - Grabenhaus Rose - Förster-Ludwig-Platz - Steile Wand - Torfhaus
Etappenlänge: 21,3 km

Das UNESCO-Welterbe "Erzbergwerk Rammelsberg, Altstadt Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft" zeigt den Reichtum, den der Bergbau der Region über Jahrhunderte beschert hat. Mit der Oberharzer Wasserwirtschaft gehört auch das größte und bedeutendste Teich- und Grabensystem dazu.

Über 1000 Jahre lang hat der Bergbau die Geschicke des Oberharzes bestimmt. Hier wurde Silber, Blei, Zink und in geringem Maße auch Kupfer und Eisen abgebaut. Dabei hatte das Wasser immer eine ganz besondere Bedeutung. Einerseits bereitete es große Schwierigkeiten, weil es in die Stollen und Schächte einsickerte und den Abbau der Erze stark behinderte. Dieses Wasser musste dringend abgeleitet werden. Andererseits bot das Wasser die Möglichkeit, Wasserräder zu betreiben, die die Maschinen (Künste) in Gang setzen konnten. Diese förderten das eingesickerte Wasser aus den Gruben heraus. "Wasser durch Wasser zu heben" lautete die Parole.

Die Oberharzer Wasserwirtschaft bildet in ihrer Gesamtheit einen Komplex aus alten Teichen, Gräben und Stollen aus der Zeit zwischen 1536 und 1866. Dieses System ist weltweit einmalig. Alle Anlagen werden durch die Harzwasserwerke GmbH unterhalten und mittels zahlreicher Informationstafeln erlebbar gemacht.
Der Harzer-Hexen-Stieg führt entlang des Dammgrabensystems, welches den Wanderer einen großen Teil des Weges begleitet.

Technische Denkmale - Wasserkraft für den Bergbau

Der frühneuzeitliche Bergbau setzte auf von Wasserkraft angetriebene Maschinen. Das war eine erhebliche Leistungssteigerung gegenüber der Muskelkraft von Pferden oder Menschen, die bis dahin die Pumpgestänge tief im Schacht bei Tag und Nacht in Betrieb halten mußten. Die Herausforderung war, genügend Wasser für den Antrieb der Wasserräder bei sommerlicher Trockenheit oder winterlicher Vereisung kontinuierlich bereitzustellen und bei wachsender Fördertiefe die Wassermenge sogar noch steigern zu können.

Das Dammgrabensystem ist in erster Linie die Wasserversorgung für die außergewöhnlich prosperierende Grube Dorothea.
Für das Herzstück des Dammgrabensystems, den Sperberhaier Damm, wurde 20 Jahre lang geplant, Gutachten eingeholt, diskutiert. Nach der Entscheidung wurde er aber in nur 2,5 Jahren erbaut, wobei bis zu 40% aller Bergleute aus Clausthal gleichzeitig eingesetzt wurden. Der Damm ist bis heute in Funktion. Mehr als 100 Jahre war er Kernstück des ständig erweiterten Dammgrabensystems.
Die Frage des notwendigen Gefälles wurde mit 7,5 cm auf 200 m angesetzt. Später überlegte man, daß in Wasserstollen, sogenannten Wasserläufen, in denen das Wasser nicht gefriert, ein waagerechter Stollen die Möglichkeit bietet, die Fließrichtung des Wassers bei Bedarf sogar umkehren zu können. Dieses Kunststück leistet die Huttaler Widerwaage, ein technisches Kabinettstück.


Wegverlauf

Die kulturhistorisch außerordentlich interessante 2. Etappe des Harzer-Hexen-Stieges beginnt an den zahlreichen Teichen des Oberharzer Wasserregals, führt vorbei am Quellbereich des Gebirgsbaches "Innerste" (Innerstesprung), an der Huttaler Widerwaage, entlang des Huttaler Grabens zum Polsterberg. Eingekehrt werden kann am "Polsterberger Hubhaus" (Abstecher ca. 900 m) oder im Dammhaus.


Der Weg verläuft teils auf schmalen Pfaden, stets auf gleicher Höhe bleibend, weiter entlang des Dammgrabens. Wir passieren die "Eisenquelle", die Bergstadt Altenau und gelangen zum Förster-Ludwig-Platz, einer Rastanlage mit uriger Holzbrücke.

Nun tauchen wir ein in den "Nationalpark Harz".
Der Anstieg auf dem Magdeburger Weg über felsiges Terrain durch die "Steile Wand" ist für den geländegängigen Wanderer der spannendste Abschnitt. Am "Nabentaler Wasserfall" vereinigen sich Dammgraben und Nabentaler Graben. Diese Stelle gilt als die "Wiege des Dammgrabens".
Eine letzte Rastmöglichkeit bietet sich am "Geheimratsplatz", ehe man Torfhaus erreicht.

Übernachtung:

Am Etappenende: Torfhaus
Weitere Übernachtungsmöglichkeiten: Altenau, Die 5 Oberharzer
Von Torfhaus mit Bus erreichbar: Braunlage, Bad Harzburg, St. Andreasberg

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